Den passenden Laufschuh zu finden, ist nicht leicht – und selbst, wenn wir denken, ihn gefunden zu haben, kneift, drückt oder nervt nach den ersten Kilometern irgendwo irgendwas, das man beim kurzen Probe-Schnüren nicht bemerken konnte. Nun haben Laufschuhe keine wirkliche Optimierungsfunktion, mit der man sie an den Fuß anpassen kann. Doch kleinere Passform-Probleme können Sie mit der richtigen Schnürtechnik beheben.

 Grundsätzlich gilt beim Schnüren des Laufschuhs: So fest, wie es sich gut anfühlt. Der Laufschuh sollte am Mittelfuß fest anliegen, an der Ferse darf der Fuß nicht herausrutschen, und vorne sollten die Zehen genug Platz haben. Mit diesen Schnürtechniken können Sie typische Läuferprobleme vermeiden.

1. Ferse zu locker

Wenn der Schuh an der Ferse zu locker sitzt, rutscht der Fuß. Blasen und Scheuerstellen sind die Folge – und noch schlimmer: Zu viel Fersenspiel kann Probleme mit der Achillessehne nach sich ziehen, ist daher unbedingt zu vermeiden! Für einen guten Fersen-Halt ist die Marathonschnürung perfekt.

Den Schuh bis zum vorletzten Loch von innen nach außen schnüren. Ins letzte, nach hinten versetzte Loch (so eine Art Sicherheitsgurt) einfädeln, dass eine Öse entsteht. Jetzt den Schnürsenkel überkreuzt durch die Ösen einfädeln und festziehen.

2. Schmerzende Zehen

Jeder, der sich schon mal blutige oder blaue Zehennägel gelaufen hat, weiß, wie unangenehm das ist. Das kann passieren, wenn die Schuhspitze zu sehr auf die Zehenspitzen drückt. Wenn der Grund dafür nicht ein zu kleiner Schuh ist (zuerst abklären!), können Sie Ihre Zehen mit dieser diagonalen Schnürtechnik befreien.

Die Schnürsenkel vom untersten Loch beim großen Zeh diagonal durch das oberste Loch an der anderen Seite ziehen. Beim Schnüren die Fußspitze anheben und den Zehen zusätzlichen Stauraum verschaffen.

3. Fußrücken schmerzt / hoher Spann

Wenn Sie einen hohen Spann haben, kann bei normaler Schnürung die Zunge auf den Fußrücken drücken. Abhilfe verschafft diese Entlastungsschnürung:

Die Schnürsenkel unten normal einfädeln, dann auf einer Seite eine, auf der anderen zwei Ösen nach oben. Jetzt Schnürsenkel wieder auf der gegenüberliegenden Seite einfädeln, danach erneut ein bzw. zwei Ösen hoch … usw. Die letzten beiden Löcher normal schnüren.

Alternativ im Druckbereich eine Öse auslassen:

4. Breiter Vorfuß

Egal wie fest oder locker Sie schnüren, irgendwas ist zu locker oder drückt. Das nennt man das Enten- oder Plattfuß – die High Heels lassen grüßen! Hier hilft ein ganz einfacher Trick: Statt mit einem einfach mit zwei Schnürsenkeln arbeiten!

5. Schnürsenkel öffnen sich ständig

Ihre Schnürsenkel öffnen sich immer beim Laufen? Dann liegt vielleicht daran, dass Sie als Kind die falsche Schleifentechnik gelernt haben! Ja, auch hier gibt es etwas zu beachten. Es gibt nämlich mehr als eine Variante, die Laufschuhe zu schnüren. Wissenschaftler wie der Mathematiker David J. Green beschäftigen sich mit der Knotentechnik.

Die unteren Löcher gehören dem Vorderfuß – die hinteren Löcher Mittelfuß und Ferse. So kann man sich die Weite für beide Fußbereiche individuell einstellen.

Vielleicht ist aber auch ein Schnell-Schnürsystem das Richtige für Sie. Die lassen sich an allen Laufschuhen nachrüsten, müssen nur einmal eingefädelt werden.

6. Passform erhalten

Die Schnürsenkel vor dem Aus- oder Anziehen nur an den obersten Löchern zu lockern, leiert die Passform des Schuhs aus. Richtig: Schnürsenkel komplett bis unten lockern, Zunge hochziehen, raus/reinschlüpfen.

Übrigens: Weil der Fuß beim Rennen nach vorne Platz braucht, raten viele Experten, den Laufschuh eine halbe oder sogar ganze Nummer größer als den Alltagsschuh zu wählen. Wenn der Fuß jetzt allerdings immer noch drückt, ziept oder nervt: Dann hat er am Fuß nichts verloren und sollte umgetauscht werden.

 

Quelle: FitBOOK

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